• Thomas Schötz

Wo ist der Sinn in der Fotografie

Aktualisiert: 3. Dez. 2021

Auf der Suche nach dem "Sinn" in der Fotografie.

Es ist an der Zeit etwas zu ändern. Warum? Nun seit Usedom (#AJMeetup2019) bin unzufrieden mit meinen Arbeiten. Unzufrieden ist nicht das richtige Wort für das was in mir vorgeht. Viel besser trifft das Wort "gelangweilt" meine Gedanken. Wenn ich meine bisherigen Arbeiten betrachte, frage ich mich: Wo ist die Aussage? Was dachte ich damals? Wo ist "das" was ich sah geblieben? Wieso habe ich das fotografiert? Ich habe den Bezug dazu verloren.

Nein nicht alle meine alten Bilder sind schlecht oder gefallen mir nicht mehr. Aber irgendwie finden ich, wenn ich die Bilder der vergangenen Jahre betrachte, keinen Zugang mehr zu der Aussage der Bilder. Ich fühle nichts oder sehr wenig beim betrachten der Bilder. Das will ich ändern. Nein, dass muss ich ändern. Sonnst macht für mich die Fotografie keinen Sinn mehr.

FinArt Portrait Mensch Fotografie

Veränderungen oder Weiterentwicklung sind normal, höre ich sie jetzt rufen. Es ist aber nicht nur eine Veränderung. Eine bloße Weiterentwicklung würde nicht die Art zu "sehen" ändern. Es ist eher eine Art Neustart. Alles löschen und neu hochfahren. Nochmal. Von vorne beginnen.

Ich fange nochmal an zu lernen. Lernen "zu sehen" und "zu fühlen", ja im Grunde auch die Fotografie neu zu begreifen. Zumindest für mich.


Wie soll es sein, was soll am Ende rauskommen?

Mein neuer Weg soll weniger die "Momente" festhalten sondern mehr "aussagen", "plakatieren", "herausfordern" oder auch nur "darstellen". Ich möchte mehr gestalten, einwirken oder ähnliches als eigentlich nur den "Rahmen" für die Gedanken der Modele zu schaffen.

Diese Art der Fotografie werde ich sicherlich weiter machen. Das dann aber viel intensiver. Damit habe ich im übrigen im letzten Jahr schon begonnen.

Meine neue Art zu fotografieren soll mehr ein verfolgen einer bestimmten Richtung eines bestimmten Gefühls oder einer bestimmten Aussage sein. Es soll eine Art von Sinnlichkeit entstehen die vielleicht auf verklärend sein kann.


Ich möchte Gefühl der Aufgewültheit beim Betrachter entstehen lassen.


Auch Ablehnung soll möglich sein. Wo früher ein bestimmtes Gefühl entstehen sollte, darf jetzt Hilflosigkeit beim betrachten verbleiben. Verrückt und durchgeknallt aber ohne Vulgär zu sein. Das gegensätzliche eben. Nicht muss sondern sein. Keine starken Persönlichkeiten sondern Menschen. Menschen in Ihrer Vielfältigkeit und in Ihrer Besonderheit. Keine übertriebenen Emotionen oder Gesten. Ich will Ruhe. Ja genau, Ruhe im Bild und trotzdem alles anders.

Ich glaube ich mache mir schon wieder zu viele Gedanken und setze mich selbst unter Druck. Eine echt dumme Angewohnheit von mir.

Ich möchte in meiner Fotografie eine neue Tür aufmachen. Soviel steht fest. Wie weit und wie lange ist noch offen.


In jedem Fall kann ich das nicht alleine. Dazu brauche ich natürlich Menschen die sich vorstellen können, mich auf diesen neuen Weg zu begleiten. Mich zu inspirieren aber auch sich inspirieren lassen. Die "kreativ-verrückt" sind und mal was neues probieren wollen.

Inspiration findet ihr hier. https://pin.it/yw6zdzd66xx2n6

Meldet euch gerne.

Ich gehe schonmal los.

Thomas


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