Suche
  • Thomas Schötz

Wo ist der Sinn in der Fotografie oder 2x12 = 12

Auf der Suche nach dem "Sinn" in der Fotografie.

Es ist an der Zeit etwas zu ändern. Warum? Nun seit Usedom (#AJMeetup2019) bin unzufrieden mit meinen Arbeiten. Unzufrieden ist nicht das richtige Wort für das was in mir vorgeht. Viel besser trifft das Wort "gelangweilt" meine Gedanken. Wenn ich meine bisherigen Arbeiten betrachte, frage ich mich: Wo ist die Aussage? Was dachte ich damals? Wo ist "das" was ich sah geblieben? Wieso habe ich das fotografiert? Ich habe den Bezug dazu verloren.

Nein nicht alle meine alten Bilder sind schlecht oder gefallen mir nicht mehr. Aber irgendwie finden ich, wenn ich die Bilder der vergangenen Jahre betrachte, keinen Zugang mehr zu der Aussage der Bilder. Ich fühle nichts oder sehr wenig beim betrachten der Bilder. Das will ich ändern. Nein, dass muss ich ändern. Sonnst macht für mich die Fotografie keinen Sinn mehr.

Veränderungen oder Weiterentwicklung sind normal, höre ich sie jetzt rufen. Es ist aber nicht nur eine Veränderung. Eine blosse Weiterentwicklung würde nicht die Art zu sehen ändern. Es ist eher eine Art Neustart. Alles löschen und neu hochfahren. Nochmal. Von vorne beginnen.

Ich fange nochmal an zu lernen. Lernen "zu sehen" und "zu fühlen", ja im Grunde auch die Fotografie neu zu begreifen. Zumindest für mich.

Wie soll es sein, was soll am Ende rauskommen?

Mein neuer Weg soll weniger die "Momente" festhalten sondern mehr "aussagen", "plakatieren", "herausfordern" oder auch nur "darstellen". Ich möchte mehr gestalten, einwirken oder ähnliches als eigentlich nur den "Rahmen" für die Gedanken der Modele zu schaffen.

- Diese Art der Fotografie werde ich sicherlich weiter machen. Dies Dan aber viel intensiver. Damit habe ich im übrigen im letzten Jahr schon begonnen. -

Meine neue Art zu fotografieren soll mehr ein verfolgen einer bestimmten Richtung eines bestimmten Gefühls oder einer bestimmten Aussage sein. Es soll eine Art von Sinnlichkeit entstehen die vielleicht auf verklärend sein kann. Ich möchte Gefühl der aufgewültheit beim Betrachter entstehen lassen. Wo früher ein bestimmtes Gefühl entstehen könnte, darf jetzt Hilflosigkeit beim betrachten verbleiben. Verrücktheit aber ohne Vulgär zu sein. Das gegensätzliche. Keine übertriebenen Emotionen oder Gesten. Ich will Ruhe. Ja Ruhr im Bild und trotzdem alles anders.

Das ganze soll dann auch noch im analogen Mittelformat aufgenommen, entwickelt und vielleicht auch vergrößert werden. Alles Neuland.

Ich bin aufgeregt, weil ich nicht weiß ob ich diesen Anforderungen überhaupt gewachsen bin. Ich meine das einmal technisch aber auch fotografisch. Wie ist die Kommunikation zwischen mir und dem Model? Wie entsteht das eine Bild über die Zeit. Ich habe ja nur 24 Bilder zur Verfügung. Dann sind zwei Filme voll. Mehr geht nicht. Ok Digital wird zum Anfang noch gemacht aber irgendwann möchte ich es mit den 24 Bildern schaffen.

Ich glaube ich mache mir schon wieder zu viele Gedanken und setze. Ich selbst unter Druck. Eine echt dumme Eigenschaft von mir.

Ich möchte in meiner Fotografie eine neue Tür aufmachen. Soviel steht fest. Wie weit und wie lange ist noch offen.

In jedem Fall kann ich das nicht alleine. Dazu brauche ich Models die sich vorstellen können, mich auf diesen neuen Weg zu begleiten. Mich zu inspirieren aber auch sich inspirieren lassen. Die "kreativ-verrückt" sind und mal was neues probieren wollen.

Inspiration findet ihr hier. https://pin.it/yw6zdzd66xx2n6

Meldet euch gerne.

Ich gehe schonmal los.

Thomas


6 Ansichten
  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon

© 2023 onlypicture photogrphy by Thomas Schötz